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"Beiträge sind ideelle Leistungen, mit denen man sich an etwas beteiligt!"

Traditionsreicher Mittelstand in Gefahr?

Kurze Satire: Im Vergleich zu Start-ups müssen mittelständische Traditionsunternehmen meist in die Vergangenheit blicken, um sich an den Zenit des Erfolges zu erinnern. In einigen Fällen mögen Innovationen, Digitalisierungen, Markterweiterungsstrategien und ein kultureller Change der Behauptung widersprechen. 

 

In anderen Fällen besticht die Mehrheit traditioneller Familienunternehmen allerdings damit, die Sichtweisen, das Geschäften und die Grundsätze der Gründer oder ihrer unmittelbaren Nachfolger aufrecht zu erhalten. Schieflagen ergeben sich, wenn Altes auf Neues trifft.

Thema Homeoffice. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wenn es nach dem Häuptling geht (denkbar auch in Plural), will Anwesenheitspflicht noch immer als Ausdruck fleißigen Werkens verstanden sein. Und wer nicht da ist, dem wird das Vertrauen entzogen.

Thema betriebswirtschaftliche Steuerung durch Zahlen. Das Outsourcing des in- und externen Rechnungswesens hat Tradition auch, weil „Manager“ behaupten, die jeweiligen Lagen des Unternehmens zu spüren. Außerdem betreffen sie nicht das Kernbusiness. Vierteljährliche Gespräche mit dem Steuerberater sind zwar obligatorisch, könnten aber – weil zeitraubend – auch vermieden werden.

Thema Schulung und Training. Zusätzlicher Aufwand durch Qualifikationsmaßnahmen der Mitarbeiter ist zu vermeiden. Erstens vernachlässigen sie ihre bezahlte Tätigkeit und zweitens besteht die Gefahr, sie könnten bei der Konkurrenz einsteigen, wo sie höchstwahrscheinlich ein besseres Gehalt erhalten würden.

Thema Unternehmenskultur. „Das hat schon immer so funktioniert!“ Wozu eine Unternehmenskultur etablieren, wenn sich doch die Ziele, die Visionen und die Leitbilder (sofern sie vorhanden sind) nicht verändert haben? Tradition ist Kultur, andernfalls sind die Mitarbeiter am falschen Platz.

Thema Kundennähe. Erfolg kann schon mal arrogant machen. Immerhin kann sich der Kunde glücklich schätzen, dass es uns gibt und dass wir in der Lage sind, ihm ein Stück Tradition zukommen zu lassen. Der Kunde kommt auf uns zu, nicht wir auf den Kunden.

Thema unternehmerisches Denken. Dies ist dem Häuptling vorenthalten – ausschließlich. Einmischungen sind unerwünscht.

Thema Quereinsteiger. Tradition beruft sich auf Erfahrung und Ausbildung. Auch der Schuster bleibt bei seinen Leisten – ein Leben lang. Nur so können sich Mitarbeiter eines Tages behaupten, sofern die Zeit dafür gekommen ist.

Irgendwer sagte einmal: „Tradition heißt das Feuer zu hüten und nicht die Asche zu bewachen!“

07. Oktober 2020

Goltdammer

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